Räte in München

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Vor hundert Jahren wurde mit bösester Propaganda der Kirchen, der SPD und der bürgerlichen Presse die Regierung Eisner verleumdet und die Grundlage für die antisemitische Propaganda der Rechten gelegt, die mit kleinen Korrekturen bis heute verwendet wird - aktuell vom Bauernverband gegen das Bienen-Volksbegehren.

Im November 1918 hatten sich die Repräsentanten eines längst überlebten Feudalismus in Baiern aus dem Staub gemacht. Arbeiterinnen und Arbeiter, Soldaten und Bauern hofften, dass nun die neue Zeit ihnen nicht nur bürgerliche Freiheiten, sondern auch die Verbesserung ihrer trostlosen wirtschaftlichen Lage bringen werde.

Eine Rätedemokratie jenseits der traditionellen Parteien sollte, anders als in einem formal-demokratischen Parlament, die direkte Einflussnahme auf die Gestaltung des Gemeinwesens garantieren.

Die Nutznießer der alten Zeit wollten zwar auf den König verzichten, nicht aber auf die Institutionen einer bürgerlichen Republik, in der sie ihre Privilegien behalten konnten. Am Ende setzten sie sich durch. Mit Geld, mit Lügen, Intrigen, mit einer gezielten Propaganda und zuletzt mit Waffengewalt.

Die Aufsätze in Gerstenbergs Buch lauten:[Bearbeiten]

Raus auf die Straße!

Von der symbolischen Geste zur Tat

»Wo kommen Sie her? Wer ist die Dame? Was wollen Sie?

Wie ein mutiger Pazifist einmal auf einen ängstlichen Kriegsminister traf

Dunst, Ausstreuungen, Stimmungsmache.

Warum unter der Regierung Eisner und während der Räterepubliken die bessere Propaganda siegte

Lammesgeduld und Revolutionsfurien.

Die bessere Hälfte des Umsturzes

Liaba a Räterepublik ois wia gar koa Gfrett net!

Lachen links und Grinsen rechts

Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Kirche im Widerstand

Auflehnung ist Wahnsinn

Wie aus Revolutionären Spinner, Sittenstrolche und Verbrecher wurden

Ein Glossar mit Kurzbiografien beendet das Buch

Räterepublik